Bauanleitung

Den Hybridamp V2 Hybrid-Verstärker mit Röhrenendstufe für Jecklin Float und Stax Omega ll habe ich nach der Bauanleitung von www.high-amp.de nachgebaut. Dort sind auch Schaltung und Netzteil ausführlich beschrieben, inkl. Stücklisten und Schema.

Zuerst danke ich A. Rauenbühler herzlich für seine ausgezeichneten Bauunterlagen und seine kompetente und schnelle Hilfe bei der Realisierung. Das Schema ist wirklich zu 100% korrekt, auch das Printlayout ist durchdacht und die Bauteile-Platzierung aus meiner Sicht optimal. Ganz dickes Lob für diese Arbeit!

Warum Eigenbau?

Warum habe ich mir den Hybrid-Verstärker mit Röhrenendstufe nachgebaut?
Vor einigen Jahren kaufte ich mir einen Stax Omega ll-Kopfhörer und den dazugehörenden SRM007t Röhrenverstärker. Mit der Zeit fiel mir auf, dass der Klang nicht so konturiert und dynamisch war wie bei meinem AKG K1000-Kopfhörer. Auch der Tiefbass fehlte mir. Nach intensivem Studium der Foren, verschiedener Versuche (...und Fehlkäufe...) entschied ich mich,  einen neuen Verstärker für den Omega ll zu bauen, anstatt den SRM007t zu verbessern. Die Beschreibungen auf der Internetseite von Andreas Rauenbühler überzeugten mich, und ich baute den Hybridamp V2 mit dem geregelten Netzteil Version 2 nach. Er erfüllte auch die für mich wichtige Bedingung, durchgängig symmetrisch aufgebaut zu sein

Aufbau

Für den Bau verwendete ich ein 19"-Stahlgehäuse, das ich mit einem Holzchassis (Buche massiv, 20mm) und -Seitenteilen verstärkte und dämpfte. Eine Holzfrontplatte ersetzt die 19"-Alu-Frontplatte. Die Lautstärke regle ich mit dem vorgeschalteten TVC Transformer volume control. Für die Verdrahtung (Audio, Speisung und Heizung) nahm ich kryogenisierten Silberdraht, meist mit zusätzlichem Teflonschlauch isoliert, den ich direkt in die Platinen einlötete und den ich von Audio-Consulting beziehe. Am Schluss experimentierte ich noch mit PADIS-Feinsicherungen - die ich dann auch behielt, da sie den Klang wirklich positiv beeinflussen.

Zusätzlich habe ich noch eine zusätzliche Anschlussbuchse für meinen Jecklin Float eingebaut. Eine Spezialschaltung von A. Rauenbühler erzeugt die benötigte 1.5 kV-Bias-Vorspannung, die beiden Kanäle sind parallel zum Stax-Anschluss geschaltet. Auf Empfehlung von A. Rauenbühler habe ich als Röhren die RCA-6S4A eingesetzt.

Unten sind die beiden Anschlüsse zu erkennen, links für den Jecklin Float, rechts für den Stax Omega ll. Da ich die Lautstärke separat über den Transformer-Laustärkeregler TVC regle, hat mein Hybridamp auch keinen Lautstärkeregler. Auf der Rückseite befinden sich die beiden symmetrischen Eingänge sowie Netzschalter, Sicherung und Netztsteckdose.

Ich erachte eine gute Wärrmeableitung als absolut wichtig, darum habe ich in der Lochblech-Abdeckung, die ca. 1cm über dem Gehäuserand auf Distanzholz und -Bolzen montiert ist und somit auch seitlich eine gute Luftzirkulation erlaubt, noch zusätzliche Öffnungen für die Halbleiter-Kühlblech- und Röhrenabwärme angebracht.

Ergebnis

Das Ergebnis überzeugt mich nun nach einer Einspielphase restlos. Der Klang ist klar, konturiert, sauber und transparent, mit transparenten Bässen, die tief hinunterreichen. Allerdings zeigte mir der Hybridamp auch die Grenzen des Stax Omega ll auf. Verglichen mit dem SRM007t ist ein markanter Unterschied hörbar. Der Klang des SRM007t ist verwaschener, flacher.